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5 Tipps zur Altersvorsorge für Selbstständige | Basis-Rente (Rürup-Rente)

Wahrscheinlich bist du selbstständig und zwischen 25 und 45 Jahre alt. Du weißt, wie wichtig es ist, für die Rente zu sparen, hast aber bis heute keine ausreichenden Maßnahmen dafür getroffen. Weil du das Thema immer wieder aufschiebst, plagt dich das schlechte Gewissen. Dieser Artikel soll dir bei der Entscheidungsfindung helfen.

700.000 Selbstständige haben bisher nicht ausreichend vorgesorgt. Ihnen droht Altersarmut, denn Anspruch auf Grundrente besteht wegen fehlender Grundrentenzeiten meist nicht.

Welche Selbstständigen sind pflichtversichert?

Gehörst du einer der folgenden Berufsgruppen an, dann bist du pflichtversichert, also verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.

Du solltest dich spätestens drei Monate nach Anmeldung deines Gewerbe bei der Deutschen Rentenversicherung melden. Versäumst du diese Frist, drohen Bußgelder und Nachzahlungen.

Welche Selbstständigen sind über ein berufsständisches Versorgungswerk versichert?

Gehörst du einer der folgenden Berufsgruppen an, bist du über ein berufsständisches Versorgungswerk rentenversichert.

Freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige

Als freiwillig Versicherter genießt du das Privileg, dich von der Einzahlung in die gesetzliche Rente und vom Umlageverfahren befreien zu können.


Stattdessen kannst du in die kapitalgedeckte Altersvorsorge einzahlen und nennenswerte Renditen erwirtschaften.


Solltest du dich nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen und freiwillig einzahlen, ergeben sich für dich aus dem Beitragssatz von 18,6 Prozent im Jahr 2021:

Wer den Mindestbeitrag von 83,70 Euro zahlt, erhöht seinen monatlichen Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung gerade mal um etwa 4,50 Euro.

Vielen Selbstständigen droht laut OECD-Studie Altersarmut

Wer sich selbstständig macht, muss sich um vieles selbst kümmern, das gilt auch für die Finanzen, Steuern und Versicherungen. Zu Beginn der Firmengründung reicht das Geld oft vorne und hinten nicht, so haben die Gründer in den ersten Jahren andere Baustellen, als ihre Altersvorsorge.


Aber selbst wenn das Geschäft später besser läuft und das Einkommen steigt, wird das Thema Altersvorsorge oft nicht ernst genommen und vor sich hergeschoben.

Zum Vergleich: Angestellte zahlen 18,6 Prozent ihres Bruttoeinkommen in die gesetzliche Rente. Viele Selbstständige könnten diese Summe nicht schultern.

Bruttoeinkommen

Die sogenannten "Solo-Selbstständigen" sind besonders von Altersarmut bedroht. Sie betreiben unter anderem Friseurläden, Nagelstudios, Imbissstuben oder Kurierdienste, Mitarbeiter haben sie i. d. R. keine.

Floristen
Imbiss
Künstler
Tagespflege
Friseure
Taxifahrer
Webdesigner
Unterhalter

Tipp 1: Vorsorge starten

Die optimale Vorsorge ist die, die du für dich getroffen hast und nicht die, nach der du suchst. "Fertig ist besser als perfekt." Oder um es mit den Worten Thomas Alva Edison (Erfinder der Glühbirne) zu beschreiben:

"Es ist besser, unvollkommen anzupacken, als perfekt zu zögern."

Tipp 2: Zeitpunkt zum Starten

Je länger du mit der Altersvorsorge wartest, desto weniger profitierst du vom Zinseszinseffekt und desto höher werden deine Beiträge, die du aufbringen musst. Fang deshalb so früh wie möglich damit an.

Tipp 3: Die Basis-Rente

Die Basis-Rente (auch Rürup-Rente genannt) ist ein staatlich gefördertes Produkt und befindet sich zusammen mit der gesetzlichen Rentenversicherung in der Schicht der "Basisvorsorge".


Sie wurde ursprünglich für Selbstständige entwickelt, die nicht versicherungspflichtig sind, also nicht in die gesetzliche Rente einzahlen. Selbstständige sollten dadurch die gleichen Vorteile wie Angestellte erlangen und aus ihrem Bruttoeinkommen Altersvorsorge aufbauen können.


Diese Vorteile der Basis-Rente solltest du kennen:

Der Steuervorteil sollte nicht unterschätzt werden. Richtig eingesetzt, kann dieser wie ein Rendite-Turbo wirken und in puncto Ablaufleistung sogar einem Fondssparplan Konkurrenz machen. In meinem Artikel Rendite-Turbo: Die nachgelagerte Besteuerung einer Basis-Rente erfährst du mehr darüber.

 

Die Basis-Rente bietet die gleichen Sicherheiten wie die gesetzliche Rentenversicherung. Dafür gelten aber auch die gleichen Regeln -

 

diese Regeln solltest du kennen:

Tipp 4: Die richtige Beitragshöhe

Eine Altersvorsorge, mit der du kaum Vermögen aufbaust, ist nichts weiter als eine Alibi-Vorsorge. Am Ende schadest du dir damit selbst. Sei realistisch- welches Vermögen benötigst du im Alter? Berücksichtige dabei die Inflation, sowie alle Abzüge. Gerne helfe ich dir bei den Berechnungen.

Tipp 5: Hinterfrage dein Geschäftsmodell

Sollte es dir nicht gelingen ein stabiles Vermögen aufzubauen, prüfe, ob du deine Einnahmen erhöhen kannst, indem du dein Geschäftsmodell änderst oder die Kosten deiner Firma bzw. die Kosten zur Lebenserhaltung reduzieren kannst.


In diesem Artikel geht es aber nicht um die Optimierung von Geschäftsmodellen sondern um Altersvorsorge. Deshalb rate ich dir, bei dauerhaft ausbleibendem Erfolg: Melde deine Firma ab und begib dich in ein Angestelltenverhältnis. Dadurch fällst du automatisch in die Versicherungspflicht, dein Arbeitgeber führt die entsprechenden Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung ab.

Politik plant Pflichtversicherung für Selbstständige

Betroffene Selbstständige würden de facto in die Grundsicherung fallen und der Steuerzahler müsste die Versäumnisse der Unternehmer mitfinanzieren. 


Nach der Vorgabe des Koalitionsvertrages sollen deshalb alle Selbstständigen ab 2025 in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sein.


Auf Drängen der Union enthält der Koalitionsvertrag aber eine Opt-out-Regelung: Wer nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen will, soll eine andere geeignete Vorsorgeart wählen können, solange diese insolvenz- und pfändungssicher ist und zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führt. Die Basis-Rente erfüllt alle Anforderungen der Bundesregierung.

Ronny Meßmann

Versicherungskaufmann und Versicherungsmakler

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Lisa Döhlinger

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Cornelia Roloff

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